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RSSPrint

Unsere neue Pfarrerin Susanne Seehaus

Am 16. Oktober wird Pfarrerin Susanne Seehaus im Gottesdienst um 10 Uhr feierlich in ihr Amt eingeführt. Sie ist die Nachfolgerin für Pfarrer Dr. Fritsch.

Liebe Leserinnen und Leser,

Mit diesen Zeilen möchte ich Ihnen ein sehr herzliches „Grüß Gott!“ zuschreiben. Am 1. Oktober beginne ich meinen Dienst als Pfarrerin in Ihrer Kirchengemeinde. Ich habe mich sehr fröhlich und voller Überzeugung auf diese Pfarrstelle beworben und will Ihnen auch schreiben, warum.

Vielleicht kennen Sie das, was der Kabarettist Rainald Grebe singt über Brandenburg: Es gibt Länder, wo was los ist und es gibt Brandenburg! ... in Berlin kann man so viel erleben, in Brandenburg soll es bald wieder Wölfe geben ... Berlin, Hallelujah Berlin, alle wollen dahin, deshalb will ich das auch ...

Ich komme aus Brandenburg: geboren 1970 in der Prignitz, aufgewachsen im Rhinluch, sozialisiert in der DDR, studiert in Berlin, gearbeitet als Religionslehrerin in Oranienburg, als Pfarrerin in Frankfurt (Oder) und Rangsdorf. Brandenburg ist ein Stück meiner DNA und ich schmunzle immer, wenn ich Rainald Grebes Hymne auf Brandenburg höre. Ja, es gibt diese besondere Bewegung von Brandenburg nach Berlin. Ich weiß natürlich, es gibt diese Bewegung auch andersherum: genervte Großstädter, die im ländlichen Brandenburg Ruhe, Überschaubarkeit und bezahlbaren Wohnraum suchen.

In den ersten 20 Jahren meines Dienstlebens habe ich mich intensiv auf Brandenburg eingelassen und gelernt, wie bodenständig, heimatverbunden und pragmatisch Christsein im märkischen Sand sein kann. Kirchbauten sind wichtig und dass „die Kirche im Dorf bleibt“. Dafür kämpfen in Brandenburg Christen und Nichtchristen gemeinsam.

„Suchet der Stadt Bestes“ war dabei in meinen beiden Gemeinden Frankfurt (Oder) und Rangsdorf mein theologischer Leitsatz: rausgehen und schauen, wie wir als Christ*innen dem Gemeinwesen dienen. Dabei habe ich viel gelernt: in Frankfurt (Oder) vor allem Geschäftsführung, Kirchensanierungen und die Einbindung in städtische Transformationsprozesse (Rückgang der Einwohnerzahl von 90.000 auf 55.000), in Rangsdorf v.a. die Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden und Dialogformate, bei denen kontroverse gesellschaftliche Themen verhandelt wurden.

Und jetzt ist es Zeit für mein Hallelujah Berlin! Ich will alles, was ich an Erfahrungen zusammengetragen habe, im letzten Drittel meiner Dienstzeit (ich habe noch genau 15 Jahre Dienstzeit vor mir) in die Hauptstadt tragen und sehen, wie es hier geht. Historisch waren Berlin und Brandenburg ja immer verbunden. Mein Großvater stammt aus Berlin, mein Vater wurde in der Prignitz geboren (beide Pfarrer) und nun möchte ich gern den Kreis schließen: Nach 20 Jahren Brandenburg freu ich mich auf Berlin! Als Ossi-Pfarrerin bin ich gespannt auf den guten alten Südwesten von Berlin und alles, was hier vielleicht völlig anders ist. Ich weiß, es gibt viel zu tun und neue Ideen sind genauso wichtig wie Erfahrung, Gelassenheit und Bodenständigkeit.

Meine Phantasie ist wohl eine Berlin-Brandenburgische: Lassen wir die Kirche im Dorf und brechen wir auf in die Zukunft! Das Gute und Bewährte behaltend mit Lust auf Neues. Ich bin gespannt auf Gottes Wege mit uns und freue mich auf viele Begegnungen mit Ihnen!

Ihre „neue“ Pfarrerin Susanne Seehaus

Letzte Änderung am: 20.09.2022