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RSSPrint

EMMAUS

1. In seiner Predigt anlässlich der Einweihung unserer Kirche an Trinitatis, 16. 6. 1935, beschreibt Pfarrer Gess, wie die neugebaute Kirche künstlerisch ausgestaltet wurde. Als erstes hebt er ein Bild der Emmausjünger hervor: "Sie grüßen uns in der Eingangshalle, damit wir wie sie aufblicken zu Christus und wie sie beten: Herr, bleibe bei uns." (Leider ist dieses Gemälde bei einer Renovierung mit weißer Farbe übermalt worden.)

2. Treten wir ein in die Kirche und blicken zur Decke hinauf, sehen wir das Gespräch der Emmausjünger mit dem zunächst unerkannten Auferstandenen genau ins Bild gesetzt. Lukas 24, 13 – 35 schildert, wie sich die beiden verzweifelten Jünger auf dem Heimweg befinden. Sie sind zutiefst enttäuscht, weil Jesus ihre Hoffnung nicht erfüllt hat, Israel zu erlösen. Nicht nur das, sein erbärmlicher Tod am Kreuz hat sie auch traumatisiert. Was ihnen so rätselhaft und verstörend erscheint, deutet ER ihnen neu, so dass ihr "Herz brannte": "Musste nicht Christus dieses leiden, um in seine Herrlichkeit einzugehen?" 

3. Unter dem Auferstehungsbild bilden wir selber den Schluss der Geschichte ab, wenn wir uns als die Emmausjünger* von heute um den Tisch versammeln, das Brot zu teilen, so dass uns "die Augen aufgehen" - und wir zu handeln beginnen, wie etwa im Em(m)a(us)-Bazar

An der Kirchendecke wird es in drei Akten erläutert: der Menschheitsschuld wegen - (hinteres Bild, über dem Chor auf der Empore) führt die Heilsgeschichte Gottes uns - vom Ersten zum Zweiten Testament übers das Kreuz (mittleres Bild, über der Gemeinde - hier ist Jesaja 53 zitiert) - zu Auferstehung und Jüngstem Gericht

Manfred und Heidi Richter und Gottfried Beesk, Pfarrer i. R.

Letzte Änderung am: 05.05.2021